Sieben Wochen, auf dem Rad in Kanada und Alaska


Thorsten Brönner startet heute zu großer Rundtour

Lohr-Wombach. Thorsten Brönner zieht's wieder in den Norden. Kanada und Alaska sind dieses Jahr die Ziele seiner großen Allein-Tour mit dem Fahrrad. Wie im Vorjahr, als der Werkzeugmechaniker vier Wochen lang Norwegen per pedales erkundete, wird er wieder von unterwegs berichten - von seinen wichtigsten Stationen, von den Eindrücken auf der Tour und von hoffentlich möglichst wenig Pannen.

Der beim RV Viktoria Wombach aktive Radler startet heute, Donnerstag, mit dem Flugzeug in Frankfurt nach Calgary. In der Olympiastadt will er nach der Übernachtung in der Jugendherberge morgen seine große Tour durch Kanada und Alaska beginnen.

Für Thorsten Brönner war es schon immer ein Traum, Westkanada mit dem Rad zu durchfahren. Der 28-Jährige wird sieben Wochen unterwegs sein. Dies ist nur möglich, da ihm sein Arbeitgeber, die Firma Warema in Marktheidenfeld, für diesen Zeitraum freigegeben hat. Als ersten Höhepunkt möchte er durch die Kanadischen Rocky Mountains fahren, danach soll es auf dem legendären Alaska-Highway nach Norden gehen. Nach der Fahrt durch Alaska hat er geplant, die Rückreise zum Teil mit dem Schiff durch die Inside-Passage zurückzulegen. Unterwegs möchte er seinem zweiten Hobby, der Landschaftsfotografie nachgehen. Vom Fahrradsattel aus, so schildert Brönner, erlebt er die Natur intensiver und entdeckt unzählige Fotomotive.

Radreisen durch Kanada und Alaska sind nicht ungefährlich. Gefahr besteht unterwegs durch Wildtiere wie Bären, Wölfe und Pumas. Deshalb hat er vorsichtshalber ein Bärenspray dabei. Vor allem das Einhalten bestimmter Regeln ist wichtig. Zum Beispiel sollte in Bärengebieten das Essen außerhalb des Zeltes in einem Baum hängen.

Die Wildtiere sind aber auch sehr scheu und suchen in der Regel bei Kontakten mit Menschen gleich das Weite. Aus Sicherheitsgründen will er auf Campingplätzen übernachten. Seine Etappenberichte wird er jeweils per E-Mail senden, sobald er unterwegs ein Internet-Cafe zum Durchgeben in die Heimat findet. In der Einsamkeit und Weite des Nordens wird dies vermutlich nicht regelmäßig möglich sein. Fotos gibt's erst hinterher, denn statt auf anfällige Digital-Kamera-Elektronik und Equipment setzt Brönner in der rauhen Natur des kalten Nordenslieber auf die robuste Spiegelreflextechnik und Diafilme.

Das Fahrrad bringt zusammen mit der Ausrüstung zum Kochen und Übernachten 36Kilogramm auf die Waage. Den Rückflug will Brönner am 10. Juli wieder von Calgary aus antreten.

Konditionell ist der unverwüstliche und wetterfeste Wombacher bestens vorbereitet. Bereits 8000 Rad-Kilometer hat er in diesem Jahr »in den Beinen«.




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