Thorsten Brönner zurück von Radtour durch Nordamerika


Lohr. Nach 7534 zurückgelegten Radkilometern ist für Thorsten Brönner eine traumhaft schöne Reise durch Nordamerika zu Ende. Durch die grandiose Landschaft des Nordens hat er unsere Leser mit seinen Etappenberichten ein wenig mitfahren lassen.

Aber nicht die Landschaft, wegen er dorthin gefahren war, war das Schönste, sondern dass er immer wieder auf freundliche und interessante Menschen getroffen ist. »Teilweise unterhielt ich mich stundenlang mit Leuten, die ich gerade erst kennen gelernt hatte«, schildert Brönner.

Oft habe ihn der Zufall an die schönsten Plätze geführt. Dass die Fahrradreise so reibungslos von statten ging, verdankt er dem guten Material seiner Ausrüstung. Nur einmal musste er eine gerissene Kette neu zusammennieten. Nicht einen Platten hatte er nach 41 Etappen zu beklagen. Auch das Wetter hat ihm das Reisen mit dem Fahrrad leicht gemacht. Bis auf wenige Tage hatte er fast täglich Sonnenschein und warme Tage zum Radfahren.

»Probleme bereitete mir nicht etwa das Radfahren, sondern Fragen wie: wo bekomme ich neue Nahrung her oder wo kann ich heute Nacht sicher übernachten? An manchen Tagen trieben mich die Moskitoschwärme in den Wahnsinn, im Norden muss man für jedes Foto einen hohen Blutzoll bezahlen.« Andererseits sei es ihm unterwegs nie langweilig gewesen. Entweder war die Landschaft grandios oder unzählige Wildtiere waren am Straßenrand zu bewundern und zu fotografieren. Oder er kam mit netten Menschen ins Gespräch.

Beeindruckt hat Brönner, dass »drüben« alles so groß ist, die riesigen Straßen, die Trucks, die Züge und die großen Provinzen, die scheinbar nie enden wollen. In Nordamerika sei das Radfahren sehr angenehm. Manfahre auf dem sicheren Seitenstreifen und treffe auf rücksichtsvolle Autofahrer. Weil er sehr zeitig im Jahr unterwegs war, habe er nur wenige Touristen getroffen und war sogar teilweise alleine auf den Campingplätzen.

»Manchmal wünschte ich mir, dass meine Freundin Monika mit mir reisen würde, zusammen ist das Erlebte viel schöner«, meint Thorsten Brönner und will die nächste Radtour deshalb mit ihr zusammen angehen. »Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass dies die größte Radtour war, die ich je machen werde.« Insgesamt hat er mehr Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt, als das Flugzeug von Frankfurt nach Calgary.


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