Tagebuch Teil 4

24. Tag 12.06.2004 +++ Fairbanks +++ Ruhetag

Fairbanks am Chena River gelegen, ist die zweit größte Stadt Alaskas. Im Einzugsbereich der Stadt wohnen rund 85.000 Einwohner. Die Stadt hat ihre Gründung dem Goldrausch zu verdanken. Nachdem der Goldrausch vorbei war, wurde die Stadt am Ende des Schienenstrangs der „Alaska Railroad“ das Nachschub- und Dienstleistungszentrum für Zentralalaska. Von Fairbanks zweigt auch der Dalton Highway ab, der über 666 Kilometer in die Arktis zu den Ölfeldern an der Prudhoe Bay führt. Der Highway ist der einzige in Alaska der über den Polarkreis hinweg verläuft.

Heute ersetzte ich abgenutzte Fahrradteile wie Kette, Mantel und Bremsklötze. Vor dem Fahrradladen sehe ich einen Reisenden vor einer Weltkarte. Der junge Mann aus England ist am untersten Winkel von Südamerika gestartet und bis hierher gereist. Aber nicht etwa mit dem Auto, Motorrad oder Fahrrad, nein er ist hierher gelaufen! Er zieht hinter sich eine Handkarre her in dem sich seine Ausrüstung und Verpflegung befindet. Er ist am 1. November 1998 losgelaufen und hat bisher rund 23.000 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Im März 2005 will er über die gefrorene Beringstraße nach Russland gelangen und von da aus zurück nach Europa laufen. Er hat ausgerechnet, dass er innerhalb von 12 Jahren dann nach ca. 58.000 Kilometer in England zurück ist. Von der unglaublichen Geschichte habe ich schon Teile unterwegs während meiner Reise auf dem Alaska Highway gehört, wollte das aber nicht ganz glauben. Aber es ist wahr, da LÄUFT einer um die Welt!

Info im Internet: http://www.earthtrekuk.net


Der Engländer Karl läuft um die Welt
Der Engländer Karl läuft um die Welt

25. Tag 13.06.2004 +++ 203km +++ Fairbanks - Riley Creek

Da heute Sonntag ist starte ich zeitig aus der Stadt um dem Verkehr zu entgehen. Gleich zu Beginn geht es auf einige Hügel hinauf von denen ich die traumhafte Fernsicht geniesen kann. Zu sehen sind große Wildflüsse die sich ihren Weg durch die Wälder bahnen. Linker Hand rücken ein paar 4000er Berge der rund 300 km entfernten Alaska Range ins Blickfeld. Ein wenig später erblicke ich auch den Denali (Mount McKinley). Er ist mit 6193 m der höchste Berg Nordamerikas und er ist heute "heraußen" wie die Einheimischen sagen. An zwei von drei Tagen steckt er in den Wolken.

Auch heute steigen die Temperaturen wieder bis auf 26 Grad. Gegen Mittag wird der Verkehr der Wochendausflügler unerträglich. Als ich den Denali National Park erreicht hebe schnauft gerade ein Zug der Alaska Railroad durch einen Canyon hinauf. Die Zugfahrt mit den schönen blau-gelben Zügen ist sehr beliebt. Am Visitor Center am Parkeingang hole ich meine Tickets für die Campingplätze ab. Um einen der wenigen Zeltplätze zu ergattern musste ich schon Tage im Voraus einen Platz reservieren.

Als ich gerade zu Abend esse raschelt es verdächtig an meinem Packsack in dem ich meine Lebensmittel aufbewahre. Als ich draußen nachschaue erwische ich den Übeltäter auf frischer Tat. Ein Eichhörnchen ist gerade dabei ein Loch in den Beutel zu knabbern und lässt sich durch nichts stören.


Ein Eichhörnchen auf dem Riley Creek Campground
Ein Eichhörnchen auf dem Riley Creek Campground

26. Tag 14.06.2004 +++ 177km +++ Riley Creek - Wonder Lake

Der Denali National Park bietet eine faszinierende Vielfalt von Tieren und Pflanzen. Vom Dall-Schaf zum Karibu und vom Erdhörnchen bis zum Grizzly ist alles vertreten und oft auch von der Straße aus zu sehen. Die einzige Straße, 149 km lang, führt zur Ortschaft Kantishna mitten im Park und darf nicht mit Privatfahrzeugen befahren werden.

Um die einzigartige Natur im Park zu schützen darf die Straße nur von Shuttle Bussen befahren werden. Die stundenlange Fahrt mit den voll besetzten Bussen verläuft schaukelnd über eine staubige Holperstrecke. Bei jeder Tiersichtung am Horizont hält der Bus und die Horde stürmt mit Fotoapparaten bewaffnet aus dem Bus. Dies hier ist eine der wenigen Straßen auf denen man als Radfahrer klar im Vorteil ist, die Straße darf nämlich neben den Bussen auch mit dem Fahrrad befahren werden.

Zu Begin meiner Fahrt in den Park überquere ich einige wunderschöne Wildflüsse, ich sehe Karibus, Schneeziegen und Elche in der weiten Berglandschaft umher ziehen. Es gibt aber auch drei schwere Pässe zu überwinden die viel Kraft kosten. Auf einer Wiese unter mir erblicke ich eine Grizzly Mutter mit einem Jungen. Ich beobachte die beiden eine Weile aus sicherer Entfernung und erst als ich schon weiterfahren will, sehe ich dass da noch mal zwei putzige Bärchen sind. Bärenmütter mit drei Jungen sind sehr selten zu beobachten.

Als der Bergriese besser ins Blickfeld kommt ist er leider schon hinter den Wolken verborgen. Nach einem Visitor Center machen die meisten Busse kehrt und um mich wird es unheimlich still. Es geht ein Tal hinunter wobei es leider wieder richtig heiß wird. Als ich meinen Campingplatz am weltberühmten "Wonder Lake" erreiche werde ich schon gebührend empfangen. Zu hunderten schwirren nun die Moskitos um mich herum und machen das Zeltaufbauen zur Qual.

Gegen 24 Uhr ist der Berg dann in seiner wahrlichen Größe zu sehen. Mein Campingplatz befindet sich auf einer Höhe von rund 500 m und bis zum Berggipfel des Denali sind es noch rund 5700 sichtbare Meter. Selbst am Mount Everest kann man keinen so großen Höhenunterschied betrachten. Gegen 3 Uhr morgens wird die ganze Berggruppe von der aufgehenden Sonne angestrahlt.


Traumhaft schöner Radtag im Denali Nationalpark
Traumhaft schöner Radtag im Denali Nationalpark

27. Tag 15.06.2004 +++ Wonder Lake +++ Ruhetag

Nachdem ich erst einmal gut ausgeschlafen habe mache ich mich auf zum See. Auf fällt, dass die meisten Touristen nur eine Nacht hier bleiben, aber ich möchte trotzdem mein Glück versuchen. Da die Moskitoplage immer noch so schlimm ist flüchte ich auf einen Hügel über dem See. Hier bläst ein wenig der Wind so dass die "Teufelsbrut" nicht so recht an mich ran kommt.

Ganz im Dienst der Wissenschaft hat ein Wissenschaftler in Nord-Kanada freiwillig seinen Ärmel hochgekrempelt, um zu sehen, wie viele Moskitos zur selben Zeit angreifen würden. Die etwa 280 Bisse pro Minute wurden hochgerechnet, mit dem Ergebnis, dass ein erwachsener Mann die Hälfte seines Blutes in weniger als zwei Stunden verlieren könnte. Sie schätzen die Dichte in manchen Gebieten auf 12 Millionen Tiere pro Hektar!

Als ich am Nordrand des Sees stehe und die schöne Landschaft geniese, stapft gerade eine Elchkuh neben mir durch den See und lässt sich schön fotografieren. Als ich am Mittag wieder am Campingplatz bin erwarten mich die Biester schon, so dass mir nur das Zelt zur Rettung bleibt. Dieses hat sich aber in der Sonne total ausgeheizt, so dass ich fast einen Hitzeschlag bekomme. Sehnsüchtig warte ich darauf dass es Nacht wird.


Eine Elchkuh im Wonder Lake, der 6194 Meter hohe Denali dahinter steckt wie so oft in den Wolken
Eine Elchkuh im Wonder Lake, der 6194 Meter hohe Denali dahinter steckt wie so oft in den Wolken

28. Tag 16.06.2004 +++ 152km +++ Wonder Lake - Riley Creek

Nachdem ich eilig meine Sachen gepackt habe, mache ich mich auf zum "Wonder Lake". Die Nordseite des Mount McKinleys ist völlig frei und wird von der Morgensonne schön zum leuchten gebracht, aber auf der Südseite der gesamten Alaska Range ist total mit Wolken verhangen. Am Himmel sind überall sogenannte Föhnwolken zusehen. Als ich mich auf dem Weg zurück zum Parkeingang mache wehte es dann richtig los. Mit enormer Kraft, bei der ich wieder aufpassen muss dass ich überhaupt auf dem Fahrrad sitzen bleibe, prescht der Wind von den Bergen.

Aber ich habe die ersten Stunden für mich alleine und aufgrund des Windes sind die Moskitos wie weg geblasen. Als dann wieder die ersten Busse kommen denke ich mir, dass ich trotz allem nicht mit den Leuten in dem Bussen tauschen möchte. Ich möchte die Natur hier hautnah erleben und nicht durch eine Fensterscheibe. Der Denali Nationalpark ist die schönste Landschaft die ich bisher in meinem Leben gesehen habe.

Ich mache mir an dem Tag ernsthafte Sorgen um die Bergsteiger, die heute bei dem Sturm auf dem Berg bei Kälte und Schnee ausharren müssen. Die Erstbesteigung des McKinley, dem kältesten Berg der Erde war im Jahr 1913. Heute melden sich mehr als 1000 Bergsteiger pro Saison bei den Rangern an. 50 Prozent von ihnen scheitern an der Höhe, der Kälte oder schlichtweg an der eigenen Unfähigkeit. Die Schneehöhen der Berge Alaskas werden nicht wie an anderen Bergen der Erde in Zentimetern gemessen, sondern in Metern. Nach einem langen Tag erreiche ich wieder den Campingplatz am Parkeingang.


Der 6194 Meter hohe Denali wird von der Morgensonne angeleuchtet
Der 6194 Meter hohe Denali wird von der Morgensonne angeleuchtet

29. Tag 17.06.2004 +++ 155km +++ Riley Creek - Byers Lake

Als ich am Morgen in Richtung Süden weiterfahre hat sich der Wind immer noch nicht beruhigt. Der Wind kommt direkt aus Süden und zwängt sich hier durch die Bergtäler. Wieder fällt meine Reisegeschwindigkeit ins Bodenlose. Das sind die Momente in denen man alles hinschmeißen möchte und nah daran ist zu verzweifeln. Es ist auch niemand da der einem Mut zureden könnte. Einzig die grandiose Landschaft macht mir Mut oder einige aufmunternde Gesten aus den Autos helfen mir weiter. Meinen Beinen scheint das Ganze komischerweise gar nichts auszumachen. Wie von alleine treten sie vor sich hin und von Schmerzen ist keine Spur. Solche Etappen werden einzig im Kopf entschieden. Das ist Alaska, es kann grausam sein oder auch wunderschön.

Gegen Mittag lässt der Wind endlich nach so dass ich an diesem Tag doch noch einige Kilometer zurücklegen kann. Auf meinen Campingplatz sind heute überall Schilder aufgehängt auf denen jeder eine Eintragung macht wenn er einen Bären auf dem Platz gesehen hat. Und beängstigenderweiße sind die Schilder recht voll geschrieben, ich erfahre auch dass vor kurzem hier auf dem Campingplatz ein Bär einer Elchkuh mit ihrem Jungen nachgestellt hat. Noch vorsichtiger als sonst bewahre ich mein Essen außerhalb des Zeltes auf.


Der Parks Highway verläuft mitten durch die Alaska Range
Der Parks Highway verläuft mitten durch die Alaska Range

30. Tag 18.06.2004 +++ 192km +++ Byers Lake - Wasilla

Nachdem ich mein Frühstück verputzt habe komme ich mit einem älteren Münchner Radreisenden ins Gespräch. Er ist für einige Wochen hier in Alaska unterwegs und unternimmt schon seit 15 Jahren in seinen Urlaubswochen Radreisen durch die schönsten Länder der Erde. Die heutige Etappe ist genau das Gegenteil von gestern. Die Sonne lacht wieder am Himmel, die Temperaturen erreichen wieder Werte um die 25 Grad und vor allem ist der Wind endlich weg.

So macht das Radfahren wieder richtig Spaß. Unterwegs winkt mir eine Person zu, und als ich näher komme traue ich meinen Augen nicht. Vor mir steht Mike auch ein Radreisender den ich vor Tage südlich von Fairbanks schon mal getroffen habe. Eigentlich wollte er auf direktem Weg in die Staaten runter fahren, aber da ihm Alaska so gut gefällt, hat er gleich noch mal eine Runde drangehängt. Na so viel Zeit möchte ich auch mal haben.

Am Abend baue ich mein Zelt einsam und alleine auf dem Campingplatz neben dem Startort des Iditarod Hundeschlittenrennens auf. Das berühmte Rennen führt von Wasilla über 1688 Kilometern bis nach Nome. Berühmt wurde die Strecke im Winter des Jahres 1925, als in Nome eine Diphtherie-Epidemie ausbrach und nicht genügend Medikamente vorhanden waren. Flugzeuge konnten wegen der Winterstürme nicht starten, und so starteten 20 Schlittenhundegespanne und brachten das lebensrettende Serum in 127 Stunden ans Ziel. Die Geschichte des Rennens als sportliche Disziplin, begann in den 1960er Jahren; mittlerweile gilt es neben dem Yukon Quest als letztes großes Schlittenhunderennen in Alaska.

In der Nacht bemerke ich wie sich ein großes Tier meinem Zelt nähert und herumschnüffelt und neben dem Zelt Gras frisst. Ohne Zweifel ein Bär, ich verhalte mich ganz still und warte ab was passiert. Und dann wache ich auf, ich habe das ganze nur geträumt. Aber der Traum spielte sich genau hier und jetzt ab und mein Herz klopft wie blöd. Es hätte ja wirklich ein Bär draußen sein können von dem ich nur durch ein paar Millimeter Zeltwand getrennt bin.


Ein Großteil Alaskas ist nur mit dem Flugzeug erreichen
Ein Großteil Alaskas ist nur mit dem Flugzeug erreichen

31. Tag 19.06.2004 +++ 143km +++ Wasilla - Whitter

Die heutige Etappe führt mich in die Stadt Anchorage hinein, die mit 250.000 Einwohnern die größte Stadt Alaskas ist. Als 1915 mit dem Bau der Alaska Railroad begonnen wurde, war neben dem halbwegs geschützten Ankerplatz an der Mündung des Ship Creek, der natürliche Platz für ein Depot, in dem die von den Schiffen entladene Ausrüstung gelagert werden konnte. Fast über Nacht entstand eine Zeltstadt für 2000 Eisenbahnarbeiter, noch im gleichen Jahr wurden die ersten Grundstücke vermessen und verkauft. Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges und den ersten Ölfunden auf der nahe gelegenen Kenai – Halbinsel begann das unaufhörliche Wachstum der Stadt. Anchorage ist keine schöne Stadt, selbst unter den Einheimischen ist der Spruch „das Beste an Anchorage ist, dass es nur eine halbe Stunde von Alaska entfernt ist“ weit verbreitet.

Jeden Winter fallen die Büsche und Sträucher der Einfamilienhäuser den Elchen vom Opfer. Oft kommt es vor, dass eines der Tiere sich nicht an die Verkehrsordnung hält und einen Verkehrsstau anrichtet. Auch das Einfangen und der Abtransport von Bären, die im Sommer auf der Terrasse aus dem Napf des Familienhundes fressen, zählt für die Mitarbeiter der Wildlife Protection inzwischen schon zur Routine. Der Weg in die Stadt führt leider auf einer Autobahn ähnliche Straße hinein, auf der ich aber auf einem Seitenstreifen gut fahren kann. Solche Seitenstreifen wären in Deutschland auf manchen Straßen auch eine sehr gute Lösung, des endlosen Streites zwischen Radfahrern und Autofahren.

Bei einer Fotopause spricht mich ein Lokaler Reporter an, der für die Zeitung "Alaska Star" in einem Vorort von Anchorage in "Eagle River" arbeitet. Er möchte Fotos von mir machen und bittet mich um Informationen über meine Radreise. Ich posiere also vor dem Rad und eine Blumenwiese und beantworte seine Fragen. Dann geht es für mich in die große Stadt hinein, die heute am Samstag brechend voll ist. Da ich bei diesen Bedingungen keine Lust habe mir etwas anzuschauen flüchte ich gleich wieder aus der Stadt.

Nun habe ich auch das Cook Inlet erreicht, das nach dem großen Englischen Seefahrer Cook benannt wurde, der wohl als erster Europäer in der Bucht auftauchte. Von hier aus sehe ich auch zum letzten Mal aus dieser Reise den Denali, ich hatte schon gutes Glück mit dem Wetter, an sechs von sieben möglichen Tagen wo ich den Berg zu Gesicht bekommen konnte habe ich ihn gesehen, wobei leider die Bedingungen am schlechtesten waren wo ich den Berg in schöner Fotoposition hatte. Danach fahre ich den Turnagainarm entlang. Der Tidenhub von bis zu zehn Metern sorgt hier zwei Mal täglich für ein außergewöhnliches Spektakel. Bei Ebbe läuft der flache Meeresarm fast leer, mit auflaufender Flut rollt dann eine Wasserwalze mit 20 bis 25 Stundenkilometern Geschwindigkeit über den Schlick. Richtig beeindruckend wird diese Bore tide bei einer Springflut, wenn die hereinbrechende Welle eine Höhe von einem bis zwei Metern erreicht. Im Sommer kann man hier auch die weißen Belugawale beobachten, die sich zusammen mit den Lachsen in den Schlund treiben lassen.

Hier kann ich auch viele der riesigen Weißkopfseeadler betrachten wie sie sich über die wehrlosen Fische hermachen. Ganz in der Nähe befindet sich auch der Kenai River an dem jeden Sommer an gut zugänglichen Stellen die Angler dicht an dicht im eiskalten Wasser, alle voller Hoffnung, demnächst einen neuen Weltrekordlachs am Haken zu haben. Zum letzten Mal war 1985 ein Rekord fällig, als ein knapp 44 Kilogramm schwerer King Salmon aus dem Fluss gezogen wurde. Etwas fünf Prozent der in der Gegend gefangenen Lachse besitzt Rekordpotenzial: Wenn die Fische nach sieben Jahren im Meer zu ihren Laichplätzen schwimmen, wiegen sie über 30 Kilogramm. Selbst die „kleinen“ Exemplare, die schon nach fünf Jahren im Pazifik den Fluss hinauf ziehen, erreichen immer noch an die 20 Kilo.

Heute sind die Autofahrer so zahlreich und lästig wie die Moskitos am Wonder Lake, so dass ich mich freue als ich auf die wenig befahrene Straße nach Whitter abbiege. Die Straße führt mich zu einem Fjord im Prince William Sound. Davor führt die Straße aber auch durch einen langen Tunnel der für Radfahrer gesperrt ist. So halte ich den nächsten Pickup Truck an und frage ob sie mich mitnehmen können. Der Tunnel ist einspurig und wird abwechselnd von Autos und von den Zügen benutzt.

Als ich in Whitter eintreffe weiß ich gar nicht was ich zu erst fotografieren soll. Da steht ein schöner Zug der Alaska Railroad, daneben liegt das Luxusschiff "Island Princess" vor Anker das schätzungsweiße 250 Meter lang ist, dann gibt es einen schönen Jachthafen und der Fjord und die unzähligen Gletscher die hier fast bis ans Meer hinab reichen sind auch nicht zu vergessen. Vor meinem nächsten Ruhetag den ich zum Teil auf "See" verbringen werde beträgt mein Kilometerstand nun 4.697 km.


Der Turnagainarm bei Anchorage läuft bei Ebbe fast leer
Der Turnagainarm bei Anchorage läuft bei Ebbe fast leer

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