Tagebuch Teil 6
40. Tag 28.06.2004 +++ Haines - Prince Rupert +++ Ruhetag auf der Fähre
Mit der Fähre fahre ich nun durch die Inside Passage bis nach Prince Rupert in B.C. Canada. Südost-Alaska ist ein schmaler Festlandstreifen am Westhang des Küstenmassivs- rund 880 Kilometer lang und 50 Kilometer breit, mit Vorgelagerten Inseln des Alexander-Archipels, überwuchert von der üppigen, verfilzten Vegetation des pazifischen Regenwalds. Zwischen den Inseln verläuft die Hauptverkehrsader der Region: die Inside Passage, Fahrrinne für die Kreuzfahrtsschiffe, Fähren, Frachter und Fischerboote.
Die steilen Wände tiefer Fjorde, von den Gletschern der letzten Eiszeit aus Granit gehobelt, zerteilen die Festlandküste. Riesige Eisfelder auf dem Dach der Küstenberge schicken mehr als 60 blau-weiße Ströme aus Gletschereis hinunter zur Küste. Die Bewohner der wenigen Orte leben am und vom Wasser. Die Anlage der Siedlungen ist immer gleich. Zuallererst kommen das Dock und die Lager- oder Geschäftshäuser auf Pfählen über das Wasser gebaut. Hinter der Straße, die stets nach wenigen Kilometer in der immergrünen Wildnis endet, klettern bunte Wohnhäuser die mit dunklem Nadelwald bewachsenen Hänge empor.
Die Fischerboote am Kai entladen ungeheuere Mengen Lachse und Heilbutt, King crabs und Langusten. Die Fähre der Alaska Marine Highway, wegen ihrer unverwechselbaren Bemalung liebevoll-spöttisch das „Blaue Kanu“ genannt, entlässt Fußgänger in das Gewimmel am Ufer. Reichliche Niederschläge, Schnee in den Bergen und Regen in den Wäldern, sind der Lebensquell einer tierischen Welt. Die Bäche des Regenwalds und die Schmelzwasserströme der Gletscher tragen reichlich Nährstoffe ins Meer und fördern die Entstehung üppigen Planktons als Basis der Nahrungskette. In den Gewässern tummeln sich Lachs, Heilbutt und Hering, Krabben und Langusten in großer Zahl. Schwert- und Buckelwale, Seeotter und Robben sind hier keine Seltenheit.
Als erstes läuft die Matanuska Juneau an, die Hauptstadt Alaskas. Sie ist umgeben von Fjorden, auf der anderen Seite ragen hohe Berge in den Himmel und große Gletscher reichen bis an die Tore der Stadt. Die Stadt ist nur aus der Luft oder vom Meer aus zu erreichen. Das Schiff fährt an einigen Gletschern vorbei die direkt ins Meer kalben. Hier in der Nähe gibt es auch die sagen umworbenen Blauen Bären. Es ist eine Bärenunterart deren Fell wirklich blau ist, man schätzt die Zahl dieser "Gletscherbären" auf weniger als Hundert Tiere. Einige große Kreuzfahrtschiffe kommen uns entgegen und dann endlich, draußen im Pazifik sehe ich den ersten Wal in meinem Leben.
In den nächsten Stunden sehe ich große Delfinschulen durchs Meer ziehen, Buckelwale die zum Teil aus dem Wasser springen, oder die für Minuten abtauchen. Am Mittag laufen wir den Ort Petersburg an. Unzählige Fischerboote liegen im Hafen, Wasserflugzeuge starten und landen direkt neben der Fähre. Kurz nach dem wir abgelegt haben stoppt das Schiff auf einmal, ein Beiboot wird herabgelassen und fährt zurück in den Hafen. Nach einer Weile taucht es wieder aus und wird hier an Bord gehievt. Wir Passagiere bekommen die Information dass es nur eine Übung war, warum die ausgerechnet heute üben müssen wo wie eh schon Stunden hinter dem Zeitplan liegen ist mir ein Rätsel. Danach geht es mit Schleichfahrt durch zum Teil sehr enge Kanäle die nicht viel breiter sind als das Fährschiff. Am Abend reist der Himmel ein wenig auf und die Sonne verfärbt das Meer in ein Gelb und später in ein dunkel Rot. Nach zwei weiteren Häfen die wir anlaufen wird es langsam recht leer auf der Fähre.
Abendstimmung in der Inside Passage
41. Tag 29.06.2004 +++ 24km +++ Prince Rupert - Prudhomme Lake
Mit 5 Std. Verspätung erreicht die Matanuska endlich ihr Ziel. Prince Rupert ist mit 2.552mm Jahresniederschlag die Regenreichste Stadt Kanadas. Sie dient als Exporthafen für Holz, Kohle und Getreide. Vor der Ankunft der Weißen gehörte die Region, zu den am dichtesten von Indianern besiedelten Gebieten. In der Zeitung lese ich dass heute Nacht während das Schiff vor der Küste Alaskas kreuzte, das ein Erdbeben der Stärke 6,4 die Küste erschütterte. Glücklicherweise ist in der Region fast nichts passiert und ich selber habe auch nichts mit bekommen. Ich habe zurzeit einen so guten Schlaf, da braucht es schon mehr als ein Erdbeben um mich zu wecken.
Als ich die Stadt verlasse scheint noch die Sonne aber jetzt fahre ich direkt in eine Schlechtwetterfront hinein. Die Wälder hier an der Küste sind beeindruckend, hier stehen riesige Nadelbäume die weit in denn Himmel reichen, und auch auf dem Waldboden ist wird jeder Meter voll ausgenutzt, da sehe ich riesige Farne und große Büsche, dazwischen liegen alte Baumstämme, ein richtiger Regenwald. Aus dem Wald in dem man keine 5 Meter weit gehen kann, zwitschern mir die verschiedensten Vogelarten entgegen. Dann legt der Regen los als müsste er die letzten Trockenen Wochen auf einmal wettmachen. Zum Glück ist gleich ein Campingplatz in der Nähe, aber bis mein Zelt steht sind doch einige Sachen nass geworden. Auf dem Campingplatz ist es auf einmal richtig unheimlich, es ist auf einmal total dunkel und der gespenstische Wald macht die Stimmung hier noch bedrückender.
Regenwald bei Prince Rupert der regenreisten Stadt Kanadas
42. Tag 30.06.2004 +++ 224km +++ Prudhomme Lake - Kitwanga
Nachdem es nun die ganze Nacht hindurch geschüttet hat bin ich froh dass es nur leicht nieselt als ich aufbreche.
Ich will jetzt eigentlich nur noch zügig weg von der Küste. Die ersten Stunden fahre ich an dem Fjordähnlichen Skeena River entlang. Der Verlauf des Yellowhead Highways am Skeena River ist kaum zu überbieten: der Fluss, das Gebirgspanorama, die Steilhänge mit unzähligen Wasserfällen machen den Highway zu einer der schönsten Straßen Kanadas. Es geht die ersten 100 Kilometer noch durch schönen Regenwald.
Ständig kommen mir große Trucks mit riesigen Baumstämmen beladen entgegen, die auf dem Weg zum nächsten riesigen Sägewerk sind. Aber auf der ganzen Reise habe ich keine baumlosen Gebiete gesehen, die Wälder werden hier wieder Vorbildlich aufgeforstet. Heute gehen leider heftige Schauer nieder in denen ich auf keinem Fall fahren kann. Deshalb suche ich mir immer einen der Baumriesen zum unterstellen aus. Teilweise muss ich über ein Stunde pausieren. Danach scheint immer wieder die Sonne als wäre nichts gewesen. Die Schauer sind hier aber auch dringend nötig. Als ich noch in Alaska unterwegs war, habe ich gehört das hier in Britisch Columbia über 430 Waldbrände wüten. Und nun bekomme ich zum Glück bekomme ich keinen einzigen zu Gesicht. Ich erfahre nun auch dass jetzt sogar der große Alaska Highway für Tage gesperrt ist. Da bin ich froh dass ich so zeitig im Jahr gestartet bin.
Der Yellowhead Highway folgt lange Zeit dem Skeena River
43. Tag 01.07.2004 +++ 178km +++ Kitwanga - Houston
Auf meinem Weg von der Küste weg habe ich zum Glück einen Verbündeten. Wie erhofft kommt mir manchmal Stundenlanger Wind auf Westlicher Richtung zur Hilfe. Heute ist der 1. Juli und es gibt den Canada Day zu feiern, aber irgendwas stimmt hier nicht. Die Trucks fahren hier wie jeden Tag, auf den Highway wird auf den Baustellen gearbeitet und sogar die Geschäfte sind heute geöffnet. Ich finde es hier sehr gut dass die Geschäfte sehr lange offen haben. Sogar sonntags kann ich hier noch am späten Abend einkaufen und bin nicht wie in Deutschland auf die Tankstellen angewiesen deren Angebot sehr beschränkt ist.
Ein 63 Jähriger Japaner will es noch mal wissen
44. Tag 02.07.2004 +++ 168km +++ Houston - Freaser Lake
Heute geht es durch schönes Farmland, ich fahre an schönen Wiesen vorbei die einem Blumenmeer gleichen, mal weiß mal gelb und manchmal verzücken mich lila Wiesen. Es geht durch die Seenplatte des Interior Plateau, in dem ich an einem See nach dem anderen vorbei fahren darf. Mit einem Problem habe ich seit Tagen zu kämpfen, nämlich mit der Müdigkeit die mich Tag für Tag stärker im Griff hat. Durch die langen Etappen benötigt der Körper wesendlich mehr Schlaf als sonst.
Der Yellowhead Highway führt durch schönstes Farmland
45. Tag 03.07.2004 +++ 215km +++ Freaser Lake - Puden Lake
Kurz nachdem ich heute Morgen losgefahren bin sehe ich zwei Reiseradler am Straßenrand stehen. Sie sind auch auf dem Weg nach Osten also nehmen sie mich mit. Andrea und Cormac kommen aus Vancouver und wollen bis zum 15. September nach St. John in Neufundland fahren das in Ostkanada liegt. Das erste Mal während der Tour treffe ich auf Tourenradfahrer die ziemlich das gleiche Tempo haben als ich. Die beiden erzählen mir dass sie ausgezeichnete Marathonläufer sind und dass ihre erste Radreise ist.
Info im Internet: http://www.geocities.com/hikisch2004
Wenn es keine außergewöhnliche Strecke zu meistern gibt fahre ich mit meinem Reiserad im Schnitt ca. 20 Stundenkilometer. Wichtig ist auf einer so langen Reise das man locker fährt, sonst erholt man sich überhaupt nicht. Und außerdem verbrennt der Körper beim langsam fahren sehr viel Körperfett, so das man sich nicht ständig nach einem Supermarkt umsehen muss. Ich begleite die beiden freundlichen Kanadier noch bis nach Prince George in dem sie Freunde besuchen wollen.
Prince George, 72.000 Einwohner spielt als Knotenpunkt der Ost-West- und Nord-Süd-Achse von Schiene und Straße sowie als Versorgungszentrum eines weiten Umlandes eine wichtige wirtschaftliche Rolle. Sägemühlen und Papierfabriken unterstreichen die lokale Bedeutung der Holzindustrie. Ich möchte heute noch bis zum letzten Campingplatz fahren der in meiner Reichweite liegt. Dummerweise liegen alle Städte in einer Talsenke so dass ich die frisch eingekaufte Nahrung erst einmal wieder ein paar hundert Meter auf den nächsten Hügel wuchten muss. Heute habe ich bestimmt wieder 8 kg Nahrung dabei die mit Sicherheit gleich verputzt ist. Heute bin ich recht spät dran, so das die Sonne schon am untergehen ist als ich den ausgesuchten Campingplatz erreiche. Unterwegs wären zwar einige Rastplätze gewesen, aber wen es nicht sein muss möchte ich nicht irgendwo alleine im großen Wald übernachten, man sollte das Schicksal nicht herausfordern.
Andrea und Cormac wollen bis nach Ost Kanada fahren
46. Tag 04.07.2004 +++ 217km +++ Puden Lake - Tete Jaune Cache
Bis zum Mittag geht es nur schnurstracks geradeaus, durch den Wald wieder Hügel auf, Hügel ab. Einzige Abwechslung bieten ein paar Schwarzbären am Straßenrand. Es ist immer das gleiche Bild, erst sind sie so mit dem Fressen beschäftigt, dass sie mich erst spät erkennen, dann machen sie Männchen und es geht mit einem großen Geschwindigkeit ab in den Wald.
Dann geht es eine lange Abfahrt hinunter und die ersten Berge der Rocky Mountains tauchen auf. Ich radle in das wunderschöne Fraser River Valley hinein. Der Wind bläst jetzt so stark, dass ich 30 km/h fahre und kaum treten muss. Wieder geht es an schönen Farmen vorbei die von umringt von Bergen sind. Zwischen Rinder- und Pferdeweiden rennt mal ein Elch oder ein Weißwedelhirsch über die Straße. Das ist das wahre Kanada. Ich hätte jetzt große Lust, es den beiden aus Vancouver gleich zu tun, und bis zur Ostküste des zweitgrößten Landes der Erde zu fahren. Gegen Abend bin ich wieder einmal in so einem Fahrrausch, so dass ich überhaupt nicht ans Aufhören denke. Doch irgendwann wird es auch mal dunkel. So baue ich mein Zelt am türkisfarbenen Fraser River auf, der mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit zu Tal schießt.
Der Yellowhead Highway im Fraser River Valley
47. Tag 05.07.2004 +++ 113km +++ Tete Jaune Cache - Jasper
Gleich am Morgen fahre ich geradewegs auf den gewaltigen Mount Robson zu. Direkt neben der Straße ragt der mit 3.954 Metern höchste Berg der kanadischen Rocky Mountains in den Himmel. Meine Fahrt geht an einem schönen Bergsee nach dem anderen vorbei. Auf den Rastplätzen treffe ich immer wieder interessante Leute, mit denen ich mich lange unterhalte. Nachdem ich den 1.131 m hohen Yellowhead Pass überquert habe, erreiche ich wieder die Provinz Alberta und habe wieder eine neue Zeitzone erreicht.
Gegen Abend erreiche ich den brechend vollen Touristenort Jasper und suche mir einen passenden Campground heraus.
Wieder einmal muss ich feststellen, wie schnell hier die Eichhörnchen zuschlagen. Während ich dusche hat wieder einer der Nager ein halbes Brötchen verputzt. Auf den kanadischen Campingplätzen bekommt jeder sein eigenes Eichhörnchen gratis dazu. Auf dem Platz sind unglaublich viele Reiseradler, aber ich kann unmöglich jeden kennen lernen. So beschränke ich das Gespräch auf meinen Nachbar der z. B. nach Buenos Aires fahren will.
Der Mount Robson ist mit einer Höhe von 3954 Metern die höchste Erhebung der Kanadischen Rockys
48. Tag 06.07.2004 +++ 158km +++ Jasper - Saskatchewan River
Diese Etappe beginnt leider mit Nieselregen. Eigentlich wollte ich heute zum weltberühmten Maligne Lake fahren, aber bei dem Wetter macht das keinen Sinn. Von Jasper aus geht es nun für mich auf dem Icefield Parkway weiter. Diese Straße bin ich bereits am Anfang meiner Nordamerika-Radreise gefahren. Auf dieser Strecke gibt es so viel zu sehen, dass man sie problemlos mehrmals fahren kann.
Gleich zu Beginn treffe ich auf einen 44-jährigen Kanadier, der auch nach Süden fährt. Zusammen mit David fahre ich bei leichtem Regen über den 2.035 m hohen Sunwapta Pass. Als wir das Columbia Icefield erreichen, reißt der Himmel total auf, so dass wir die gewaltigen Gletscher gut bewundern können. Bei der Abfahrt regnet es bereits wieder, und wird gegen Abend immer heftiger. So entschließen wir uns auf einen Rastplatz zu übernachten und bauen wir unsere Zelte am noch jungen North Saskatchewan River auf.
Die mächtigen Wapiti Hirschbullen können bis zu 500 kg schwer werden
49. Tag 07.07.2004 +++ 146km +++ Saskatchewan River - Banff
In einer Regenpause versuchen wir unser Glück, kommen aber keine 10 Kilometer weit, schon müssen wir uns einen Platz zum Unterstellen suchen. Nachdem wir unter einer Überdachung über eine Stunde ausgeharrt haben, machen wir uns auf den Weg zum 2.069 m hohen Bow Summit Pass, den wir im strömenden Regen überqueren. Oben ist es so kalt, dass ich alle fünf Trikots anziehe bevor wir uns die Abfahrt hinunterstürzen. Danach geht es zum zweiten Mal für mich nach Lake Louise und Banff hinein, wo wir uns einen Stellplatz auf dem Campingplatz teilen.
Die Sunwapta Falls am Icefileds Parkway
50. Tag 08.07.2004 +++ 131km +++ Banff - Calgary
Wie schon am ersten Tag meiner Reise ist es auf der letzten Etappe eisig kalt. In den letzten Stunden lass ich vergangenen sieben Wochen noch einmal Revue passieren. Die Etappe ist auf Grund des stürmischen Chinook Fönwindes, der mich nach Calgary hinunterbläst, die leichteste der Tour. Teilweise fahre ich auf der Fläche 40 Stundenkilometer ohne auch nur einmal zu treten. Kurz vor der Stadt treffe ich mich mit Karl Kühnlein einem Lohrer, der vor 53 Jahren nach Kanada ausgewandert ist. Karl, er hat von meiner Reise gehört und mir angeboten bei ihm zu übernachten, wenn ich zurück in Calgary bin. Ich folge seinem Auto durch die Stadt und komme ganz außer Atem. Nach dem Essen holen wir meine Taschen in der Jugendherberge ab und besprechen den morgigen Tag.
Calagry ist erreicht, die Radreise ist leider zu Ende
50. Tag 09.07.2004 +++ Calgary Stampede
Ich bin gerade richtig gekommen, denn heute beginnt die Calgary Stampede. Die „Weltgrößte Outdoorshow“ findet jährlich 10 Tage im Juli statt. Gleich am Morgen schauen wir uns die Stampede-Parade an, an denen verschiedene Gruppen aus allen Herrenländern teilnehmen. Zu sehen gibt es Cowboys, Musikgruppen und einige Indianerstämme in schönen Gewändern.
Am Mittag gehen wir zusammen mit Karls Frau Rosemarie zum Indian Village, wo Indianertippis und Indianertänze zu sehen sind. Gegen Abend schauen wir uns das weltberühmte Wagenrennen auf der Pferderennbahn an. Vier vierspännige Wagen kämpfen um die Plätze und werden von je vier Reitern verfolgt. Nach neun aufregenden Rennen beginnt ein riesiges Showprogramm. Es ist ein Mix aus Musical und Zirkus. Teilweise sind 100 Tänzer und Tänzerinnen auf der Bühne zu sehen. Dahinter spielen die verschiedensten Orchester auf. Der Abend wird mit einem großen Feuerwerk abgeschlossen. Ich hätte mir kein schöneres Tourfinale vorstellen können.
Das Planwagenrennen ist nur eine Disziplin Calgary Stampede, bei der sich die Cowboys bewären müssen
52. Tag 10.07.2004 +++ Rückflug
Heute werde ich von Karl zum Flughafen gebracht, den er wie seine Westentasche kennt. Er arbeitet ehrenamtlich am Flughafen und weist den deutschsprachigen Touristen den Weg und steht ihnen Rede und Antwort. Die Familie Kühnlein ist für mich das beste Beispiel der kanadischen Gastfreundlichkeit. Überall auf meiner Reise bekam ich ein „you are welcome“ zu hören. Während meines Fluges zurück nach Europa gibt es auch einiges zu sehen. Gleich nach dem Start in Calgary fliegen wir über riesige Rappsfelder, danach geht es über Nordkanada wo ich einen gewaltigen Sonnenuntergang über der zugefrorenen Hudson Bay bewundern kann. Eine Stunde später geht sie bereits vor der Küste Grönlands wieder auf. Nach über 9 Std. Flugzeit werde ich von meiner Freundin vom Flughafen abgeholt. Zuhause gibt es eine kleine Willkommensfeier.
Die Mitternachtsonne über Grönland auf meinem Rückflug