Sardinien Fahrradreise 2006
Sardinien - Italiens „Schönste“
Die Insel ist nach einem kurzen Flug über die immer noch tief verschneiten Alpen erreicht. Die Wunschreiseroute steht
schon fest. Von Olbia im Nordosten der Insel wollen wir die halbe Ostküste runterfahren, dann quer durch die Bergwelt
ins Herz der Insel und von der Westküste zurück in den Norden Sardiniens, wo uns einsame Traumstrände erwarten.
Nachdem wir die Küste hinter uns gelassen haben, fahren wir am vierten Tag unserer Reise am Parco Nazionale del Golfo
entlang, in dessen Kern sich das Dolomitmassiv Supramonte erhebt. Wie eine große Wand richten sich die Berge über
Oliena auf, einem Bergdorf, das wir passieren. Oberhalb des Ortes führt uns die traumhaft ausgebaute Straße durch
einen schattigen Wald. Hier in den Bergen sind wir von den verschiedensten Frühlingsdüften umgeben. Dazu ist es völlig
still, nur das Surren der Fahrradkette ist zu hören.
Nachdem wir die Steigung gemeistert haben, beginnt sogleich die herrlich kurvige Abfahrt. Nach ein paar Kehren wird uns
der Spaß aber gehörig verdorben, als wir Orgosolo erblicken, das hoch oben am nächsten Bergrücken wie ein Schwalbennest
klebt. Uffff! Aufgrund der großen Hitze in den Sommermonaten wurden die verschlafenen Dörfer im Landesinneren hoch oben
am Berg errichtet, wo es wesentlich kühler ist. Nach einer guten Stunde haben wir Orgosolo erreicht, das den Beinamen
»Banditendorf« trägt. In den Jahren 1903-17 fand hier ein großer Familienkrieg statt und forderte dutzende sinnlose
Todesopfer. Dazu gab es in der Region immer wieder Viehdiebstähle und auch Übergriffe auf andere Ortschaften.
Heutzutage präsentieren sich die Sarden deutlich freundlicher, vor allem auf dem Land wird man als Radfahrer gegrüßt
und meistens kann man den Einheimischen ein Lachen entlocken. Nach weiteren Höhenmetern finden wir im Steineichenwald
auf dem Pratobello einen sehr ruhigen Campingplatz. Wie schon in den letzten Tagen haben wir den Platz fast für uns
alleine, müde und zufrieden fallen wir nach unserer täglichen Portion Nudeln in unsere Schlafsäcke –
denn die nächste Bergetappe kommt bestimmt ...
Streckendetails: 680 Kilometer / 6.700 Höhenmeter
Über unserer Sardinien Fahrradreise haben wir Reiseberichte geschrieben,
die in zwei Zeitschriften veröffentlicht wurden.
Radreisebericht im 4-Seasons Magazin 14/07
Radreisebericht im RADtouren-Magazin 5/07
Reisedetails und Sardinien Infos im RADtouren-Magazin
219 Sardinienfotos in 18 Galerien (Bild anklicken).
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Sardinien mit dem Fahrrad zu erleben ist ein wahrer Hochgenuss. Die Insel verspricht unzählige einsame Strände,
die als die schönsten Europas gelten, blühende Landstriche, einsame Bergregionen und vor allem nette Einwohner,
und Sardinien hält was es verspricht.
Unsere 675 Kilometer lange Rundreise führte durch den nördlichen Teil der zweitgrößten Mittelmeerinsel.
Per Flugzeug erreichten wir die an der Nordostküste liegende Stadt Olbia. Von dort aus radelten wir die Küste hinab
und schwenkten die Lenker nach ein paar Tagen in Richtung Westen ein.
Anschließend fuhren wir auf einsamen Straßen durch die beeindruckenden Gebirgslandschaften Sardiniens.
An der Westküste angelangt legten wir in Bosa einen Ruhetag ein, um uns die malerische Kleinstadt anzusehen.
Am nächsten Tag folgten wir der traumhaften Küstenstraße bis zur Hafenstadt Alghero.
An der Nordküste passierten wir an den letzten Tagen unserer Reise
viele einsame Sandstrände, die wohl zu den schönsten Europas zählen.
In Olbia traten wir nach zwei spannenden Wochen on Tour wieder die Heimreise an.
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Es lohnt sich auf jeden Fall wieder vorbei zu schauen.
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